Heilsamer Sex. Wie sich durch Sex spielend alte Themen und Krankheiten auflösen

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von Autor

Es gibt eine Autoimmunerkrankung namens Lichen Sclerosus. Die ist erkennbar an weißen Flecken, besonders im Genitalbereich der Frau. Der Körper baut dort seine Farbpigmente ab und die Haut zerstört sich in gewissem Sinne selbst. Bemerkbar macht sich das Ganze durch trockene Haut, die immer trockener wird sowie starkem Juckreiz, der dazu führt, dass du dich in unachtsamen Momenten blutig kratzt und im schlimmsten Fall zeigt sich Verkrustung und Verengung der Haut. Aus schulmedizinischer Sicht gilt die Erkrankung als unheilbar.
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Sonntag am frühen Nachmittag. Ich war im Bad. Eigentlich um zu duschen. An dieser Stelle schreibe ich bewusst eigentlich, denn es kam ein wenig anders als ursprünglich geplant. Gerade hatte ich mir die Zähne geputzt, schrieb zwischendurch mit einer Freundin ein paar Nachrichten hin und her und war quasi auf dem Weg unter die Dusche, als ich eine spannende Beobachtung an meinem Körper gemacht habe. Diese Beobachtung war begleitet von einem Blitz der “Du hattest Recht”-Erkenntnis. Ich berichtete meiner Freundin davon und sagte so salopp zu ihr, “Darüber könnte ich auch schreiben, sofern ich mich traue”. Ihre Antwort kam prompt und lautete schlicht: “Ich halte dir den Raum”. In diesem Moment ging eine tiefe Entspannung durch meinen Körper. Mir wurde gewahr, dass Schreiben zunächst einmal nur Schreiben ist und nicht zwangsläufig bedeutet, dass ich das Geschriebene auch veröffentlichen werde. Mein System entspannte sich noch mehr und der Raum fürs Schreiben ward geöffnet. 

So kam es, dass ich an einem Sonntagnachmittag statt zu duschen, für etwa eine Stunde in den Tiefen meines warmen Badezimmerfußbodens verschwunden bin und den folgenden Blogbeitrag in die Memonotiz meines Handys hinein getippt habe. Ich war in dieser Zeit so eins mit allem, dass ich mein komplettes Drumherum vergaß. Ich schrieb, bis es keine Worte mehr gab und ich innerlich leer war. 

Nach einer Überarbeitung ein paar Tage später, habe ich meine Memonotiz veröffentlicht. Sonst würdest du diese Zeilen hier nicht lesen. 😉 Irgendwie glaube ich auch, dass nur Autoren so irre sein können, um dann zu schreiben, wann geschrieben werden will. Auch wenn die Pläne im Ursprung andere gewesen sind und das Setting eher ungewöhnlich. Nun ja, ich mag es. Doch nun zurück zum eigentlichen Text.

Es gibt eine Autoimmunerkrankung namens Lichen Sclerosus. Die ist erkennbar an weißen Flecken, besonders im Genitalbereich der Frau. Der Körper baut dort seine Farbpigmente ab und die Haut zerstört sich in gewissem Sinne selbst. Bemerkbar macht sich das Ganze durch trockene Haut, die immer trockener wird sowie starkem Juckreiz, der dazu führt, dass du dich in unachtsamen Momenten blutig kratzt und im schlimmsten Fall zeigt sich Verkrustung und Verengung der Haut. Aus schulmedizinischer Sicht werden die betroffenen Stellen immer größer, die Symptome verschlimmern sich und die Erkrankung gilt als unheilbar. Behandeln kannst du das nur präventiv, indem du die betroffenen Stellen mehrmals täglich mit fetthaltiger Creme versorgst oder, wenn das nix hilft, sieht die Schulmedizin eine Behandlung mit Cortison vor.

Wenn Symptome wandern, bedeutet das, dass die Ursache hierfür auf energetischer Ebene liegt und keine organische Ursache hat. 

Im letzten Jahr hatte ich auffallend viele Klientinnen, die mit dieser Diagnose zu mir kamen und nach einer anderen Lösung suchten. Vor wenigen Wochen, während meiner Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen, hat dieser mir genau jene Diagnose gestellt. Ich war verwundert und gleichzeitig war es die Antwort auf viele Fragen. Durch den Umstand, dass ich mich bereits im letzten Jahr mit der Thematik auseinandergesetzt hatte, blieb ich entspannt. An Aussagen wie Krankheit xyz ist unheilbar, glaube ich schon lange nicht mehr bzw. habe noch nie so richtig daran geglaubt. Zu viele so genannte Wunder durfte ich bereits erleben. Sowohl bei mir selbst als auch bei den Menschen, mit denen ich arbeite.

In meinem Fall war das Auffallende, dass sich die betroffenen Hautpartien am Damm und After befinden und nicht wie normalerweise an der Vulva. Dies wiederum ist jedoch logisch, wenn ich meine eigene Geschichte betrachte. In meinen ersten beiden Lebensjahren war mein Körper ritueller Gewalt ausgesetzt. Die Missbräuche haben bei mir fast ausschließlich anal stattgefunden.

Erfährt ein Mensch in einer so frühen Lebensphase ein Trauma, ist dieses ganz tief im Körper abgespalten. Es hat in einer Phase stattgefunden, wo das Kind noch keine Sprache hatte und das Gehirn nicht in der Form entwickelt war, um kognitiv Erinnerungen abrufen zu können. Dennoch ist das Wissen um die Zeit vorhanden, abgespeichert und auch abrufbar. Nämlich im Körper.

Bei so einer heftigen Form der Gewaltanwendung, wie ich sie erlebt habe, ist es logisch, dass der Körper sich in einer ähnlichen Heftigkeit gegen diese Gewalt zur Wehr setzt. Bleibt das Trauma in der Abspaltung, so richtet sich die Zurwehrsetzung gegen das eigene System und reagiert beispielsweise in Form einer Autoimmunerkrankung darauf.

Nach einem langen Weg der Heilung bin ich seit etwa zwei Monaten damit durch. Fertig. Bei und in mir angekommen. Das Trauma ist Teil meiner Geschichte. Nicht mehr, nicht weniger. Alles, was sich noch zeigt, sind Restspuren. Wie eine Art Schatten oder Nachwehen dessen, was im Körper als Zellerinnerung abgespeichert gewesen ist.

Die Diagnose der Lichen Sclerosus kam danach. Als ich beim Gynäkologen saß und ihm zuhörte, wie er mich auf wundervolle Art darüber aufklärte, war mein erster Impuls: Das heilt. Sie gehen weg. Ich weiß noch nicht, wie lange es dauert und schon gar nicht, wie das passiert, aber es heilt. Vollständig. Meine Freundin, mit der ich mich noch am selben Tag darüber unterhalten habe, bestätigte mir, ohne es zu wissen, meinen Impuls, indem sie sagte: „die Stellen werden eher kleiner als größer“.

In der Sexualität werden im Körper Punkte berührt und getriggert, in denen noch Reste alter Traumaenergie gespeichert sind.

Der Arztbesuch ist nunmehr sechs Wochen her und meine Freundin und ich sollten mit unserem Gefühl recht behalten. Die betroffene Stelle ist um etwa die Hälfte kleiner geworden und sie wandert. Wenn Symptome wandern, bedeutet das, dass die Ursache hierfür auf energetischer Ebene liegt und keine organische Ursache hat. 

Was hat meine Heilung begünstigt oder besser gesagt verursacht? 

Da gibt es eine Menge Punkte. Allen voran mein unbändiger Wille, dass ich die Letzte meiner Ahnenlinie bin, der so ein Trauma widerfahren ist. Dass es mit mir endet. Und eben der damit verbundenen logischen Konsequenz mich Stück für Stück, Schicht für Schicht durch all die Traumaschichten zu fühlen und so mich und vor allem die ehemals abgespaltenen Anteile in meinem Körper zu reintegrieren, verankern und schließlich in die Einheit zurückzuführen. Ist dies vollbracht, (und der Weg dahin war alles andere als easy-peasy und Licht und Liebe) braucht der Körper ganz viel Unterstützung, um den letzten Schmodder loszuwerden. 

Neben vielen wirksamen Entgiftungsmethoden, wie meinem geliebten Salzbad in der Wanne, dem Trinken von literweise harntreibenden Kräutertees, wie zum Beispiel Brennnessel, und der Rekapitulation, einem uralten schamanischen Ritual, mit dessen Hilfe du alle gestörten Fremdenergien, allen voran denen deiner freiwilligen und unfreiwilligen ehemaligen Sexualpartner, aus deinem Körper heraus lösen und bereinigen kannst, gibt es ein weiteres Tool, das heilt: Gesunde Sexualität mit einem Partner, dem du vertraust und der dich liebt wie du bist. 

Viele oder nahezu alle Traumata lassen sich auch ohne einen Partner auflösen. Die Sexualität eröffnet dir jedoch einen Raum, in dem Heilung und Integration unmittelbar geschieht. Aus dem einfachen Grund, dass beim Sex der Körper mit dabei ist. Voraussetzung dafür ist, dass du beim Sex offen bleibst für die Emotionen, die währenddessen in dir hochsteigen. Dass du sie wahrnimmst und unmittelbar im Körper fühlst, dich jedoch nicht in ihnen verlierst. Dein Partner unterstützt dich dabei. Zumindest dann, wenn er einfühlsam ist, dich und deine Bedürfnisse spürt und dadurch bemerkt, wenn du wegdriftest. Er vermag dich, durch seine männliche Präsenz, die immer einen Raum kreiert, in dem du dich als Frau sicher fühlst, zurückzuholen. 

In der Sexualität werden im Körper Punkte berührt und getriggert, in denen noch Reste alter Traumaenergie gespeichert sind. Du spürst das durch Schmerzen in bestimmten Stellungen und du spürst es, wenn diese plötzlich wegfallen. Das ist dann, wenn sich die Traumaenergie herausgelöst hat. Du spürst es an Tränen, die in dir hochsteigen und sich in Heulkrämpfe verwandeln können, während ihr euch liebt. Es ist aber auch dann, wenn du als Frau voll in die weibliche Energie hineingehst, die bedeutet, jegliche Kontrolle loszulassen, dich hinzugeben, zu vertrauen und ihn machen zu lassen. Es ist eine Demonstration, ein Spiel von Macht, nur in diesem Fall in Form der heilsamen und wiedergutmachenden Erfahrung, dass die Macht, deine Macht, nicht missbraucht wird. Dass du nicht missbraucht, sondern geliebt wirst. 

Ich habe kein Feld erlebt, bei dem du als Erwachsener wieder in die Leichtigkeit des Spielens hineinfinden kannst, wie sie nur ein Kind in sich trägt, das Lust darauf hat die Welt zu entdecken und zu erobern und das gleichzeitig so heilsam ist, wie die Sexualität. 

Wie bei allen Dingen ist auch hier die Energie hinter der Handlung entscheidend. Im Außen ist es zwei Mal die gleiche Handlung. In einem Fall wird die Energie und die damit verbundene Macht missbräuchlich eingesetzt und spaltet dich von deinem Zuhause ab, dem Körper, den du hast. Im anderen Fall bist du im tiefsten Vertrauen, weil du dir vertraust, und Heilung geschieht. Du betrachtest deinen Körper nicht länger als gefährlichen, unsicheren und schmutzigen Feind und somit ist er nicht mehr gezwungen gegen sich selbst anzukämpfen. Das Prinzip der Autoimmunerkrankung löst sich auf und mit ihr auch die entsprechenden Symptome.

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Jessica Josiger

Ich bin
Eine Frau.
Tochter, Mutter, Freundin.
Eine Liebende, Partnerin, Geliebte.
Licht der neuen Zeit. Geboren aus dem Alten.
Eine von Zweien.
Teil des All-EINen. EIN-SAMen, der zum Licht strebt.
Seelenbegleiterin. Spirituelle Nomadin. Ewige Seele, die vor zeitloser Zeit beschlossen hat, sich in ihrer vollkommenen Schönheit und Ganzheit zu erfahren.
Und, ich bin ein Mensch. Der hinfällt und wieder aufsteht. Der neu laufen lernt. Frei, verantwortungsvoll, mein mir bestimmtes Leben lebend. Der lernt neu zu fühlen. Sich neu zu fühlen. Seine Gaben, Wünsche, Werte.

Mein Name ist Jessica Josiger. Nach menschlichen Etiketten bin ich Diplom Pädagogin, Traumafachberaterin, Schamanin, zertifizierte Onlineberaterin und Offizier. Spirituelle Nomadin ist meine eingetragene Marke. Gebürtig stamme ich aus dem Erzgebirge und lebe mit meinen beiden Kindern in Flensburg. Mir wird nachgesagt, dass ich mit meinen Worten Fragen beantworte. Ich liebe meinen Beruf und bin dankbar ihn in der Weise ausüben zu dürfen.

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