Der Mond der Illusionen. Über die vermeintliche Stellung des Weiblichen in der Geschichte der Spiritualität.

von Autor

Das spirituelle Fundament wurde nicht aus purer männlicher Energie erschaffen. Kann es gar nicht. Die männliche Energie hat den Samen geschenkt, ihn mitten in den Schoß von Mama Gaia gesetzt, hat dem ganzen eine Form gegeben. Aber erschaffen werden konnte es nur aus der weiblichen Kraft, deren Fähigkeit es ist Leben zu gebären.
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Gestern Abend sind folgende Fragen zu mir gekommen:

Welche Stellung hat die ‚Frau‘ in der Geschichte der Spiritualität? Warum wird die Ansicht und der Glauben aus der ‚männlichen‘ Sicht kreiert? Für mich wurde das spirituelle Fundament aus purer männlicher Energie erschaffen.“

Es sind Fragen eines Mannes, der das Urweibliche in sich ablehnt.

Wenn ich ehrlich bin, weiß ich gar nicht so recht, wo und an welcher Stelle ich hier antworten soll, weil diese zwei Fragen, verbunden mit der Aussage so dermaßen vielschichtig sind, dass es spannend werden wird, da eine Logik hineinzubekommen.

Logik. Das ist das Stichwort, nachdem ich gesucht habe.

Der Verfasser geht davon aus, dass die ‚Geschichte der Spiritualität‘ so, wie sie die vergangenen Jahrhunderte und Jahrtausende dargestellt wurde, ist wie sie dargestellt wurde und wie sie uns glauben machen wollten, dass sie so sei. Das ist schon die erste Fehlannahme und die erste Spaltung im System. Nichts ist wie es scheint und die uns dargestellte Geschichte der Spiritualität und der Glauben sind eine Verdrehung und Verzerrung, die von der Wahrheit des eigentlichen Ursprungs ablenken soll.

Warum soll sie uns davon ablenken?

Weil sie nicht daran interessiert sind, dass hier auf dieser Welt, wirklich freie und mündige Bürger leben. Weil sie wollten, dass wir Menschen in Abhängigkeit leben. Das wiederum funktioniert am Besten, in dem ich den reinen Ursprung nehme, ihn verletze, also ein gezielt platziertes Trauma dort hinein pflanze, alles umdrehe und dann dort eine eigene Version der Geschichte kreiere. Das, was es anschließend im Denken der Menschen verursacht hat, ist Verwirrung.

Da das Denken ein sich selbst erhaltendes System ist, kreiert es sich entsprechend seine eigene Welt. Um die Wogen der Verwirrung wieder zu glätten, sucht es so lange nach Anhaltspunkten, bis seine Welt sozusagen wieder in Ordnung ist. Damit ist das Denken wieder im gewohnten Rahmen. Raum für die Wahrheit ist in dieser Dimension nicht vorhanden.

Im Laufe der Geschichte wurden gezielt platzierte Momente des Massenmissbrauchs gesetzt, um die aufwachende Erinnerung des Urweiblichen erneut in einen Schlummerschlaf zu versetzen und es zu schwächen:

  • Das war im alten Ägypten so. Hohepriesterinnen mit dem höchsten Einweihungsgrad duften nicht das Amt des Pharao ausüben, weil sie das falsche Geschlecht trugen.

  • Das war im Mittelalter so, als die Inquisition völlig unwillkürlich Frauen als so genannte Hexen foltern, hinrichten, verbannen und verbrennen ließen.

  • Und es war zu Beginn des 20. Jahrhunderts so, als eine Krankheit namens Hysterie erfunden wurde, die Frauen „anheimfällt“ und diese davon nur durch einen Orgasmus davon befreit werden könnten. Keinen selbst herbei geführten wohlgemerkt. Das galt nämlich als Sünde. Nein, dafür wurde den Frauen Reihenweise Masturbation verordnet, die nur die (männlichen) Gynäkologen durchführen durften, die im weiteren Verlauf der Geschichte von den eigens dafür erfundenen Vibratoren abgelöst wurden. Von Freiwilligkeit war dabei keine Rede. Gleichzeitig war es die Geburtsstunde eines ganzen Industriezweigs, der (bis heute!) von eben jener missbräuchlichen Ursprungsenergie beseelt ist.

Im Laufe der Geschichte wurden gezielt platzierte Momente des Massenmissbrauchs gesetzt, um die aufwachende Erinnerung des Urweiblichen erneut in einen Schlummerschlaf zu versetzen und es zu schwächen.

Das traumatisierte Männliche kann nur mit einem geschwächten Weiblichen Umgehen. Mit einem geheilten Weiblichen kann es* hingegen nichts anfangen (und umgekehrt). Zu groß ist die vermeintliche Angst, dass Weibliche könne das Männliche stürzen oder um es noch drastischer auszudrücken, es zu kastrieren. Dem ist jedoch nicht so bzw. das ist lediglich die Wahrheit in der Traumaenergie.

[*Ich schreibe im übrigen an dieser Stelle ganz bewusst von ‚es‘. Aus dem einfachen Grund, dass beides, männlich und weiblich, in jedem Menschen angelegt ist, unabhängig vom äußeren Geschlecht.]

Ganz oben auf der Metaebene, im Universum, gibt es keine Unterscheidung zwischen männlicher und weiblicher Energie. Dort IST alles. Pure, reine Energie und damit Kraft. Nicht mehr und nicht weniger. Hier, bei uns auf der Erde, sieht das ein wenig anders aus. Hier gibt es eine Polarität, in die wir nun zurückkehren. Sie ebnet uns den Weg zur reinen Ursprungsenergie, die unter den Schichten der Traumaenergie liegt. Nur durch sie hindurch kehren wir heim, zurück in die Liebe. Trauma ist dazu der Schlüssel. Es aktiviert deine wahre Kraft. Trauma war jedoch niemals ein Bestandteil des Seelenplans. Es ist lediglich eine Folge einer an den Ursprüngen gesetzten Ursache.

Wir leben in einer Zeit, dem so genannten Wassermannzeitalter, in der wir den künstlich kreierten Erlebnisraum der Dualität verlassen und in den eben beschriebenen ursprünglichen Erfahrungsraum der Polarität eintauchen. In diesem geschehen Annäherung und Ausgleich und dadurch Heilung auf allen Ebenen.

Genau gesagt haben wir diesen Dualitätsraum bereits verlassen. Dass, was sich im Außen noch zeigt, sind die Nachwehen der Dualität, Wirkungen von viel früher gesetzten Ursachen. Wir befinden uns in einer Übergangszeit der Initiationen, in der das Pendel zwischen dem Alten und dem Neuen hin und her schlägt. Die Wut ist der zündende Funke, der diese Pendelbewegung, die ich ganz gerne als das Schaukeln bezeichne, einläutet.

Das Urweibliche selbst die die schamanische Kraft. Der Ursprung eben jener reinen Lebenskraft, die im Kern in jedem Menschen innewohnt.

Doch zunächst zurück zum Ursprung:

Es gab bereits eine Zeit, in der wir Menschen den berühmt berüchtigten Himmel auf Erden hier gelebt haben. In dem Frauen und Männer gleichwertig neben- und miteinander lebten. Jede und jeder einzelne seiner Aufgabe und seines Platzes im großen Ganzen bewusst.

Irgendwann hat es von Außen einen Angriff gegeben. Die Frauen wurden vergewaltigt. Anschließend wurden alle Männer mit der ursprünglich reinen DNA getötet. Somit konnte das Erbgut eben jener Männer nicht mehr direkt weitergegeben werden. Nur noch rezessiv, also indirekt, über die Frau selbst. Hier wurde der Ursprung des kollektiven Ur-Traumas gesetzt. Alles weitere, das folgte, waren Folgewirkungen eben jener gesetzten Ursache.

Es begann eine Zeit der Dunkelheit, des Vergessens und der Unterdrückung des Urweiblichen. Patriarchat genannt. Hier in diesem Konstrukt entwickelte sich der Irrglauben, die Frau sei dem Mann Untertan. Das Männliche sei die stärkere Kraft. Die inneren Prozesse wurden nach Außen gestülpt und das tiefe Wissen, dass jeder Mensch, Mann wie Frau, all diese Anteile in sich tragen und Entwicklung immer nur von innen nach außen geschieht, ging für die Allgemeinheit oder auch Menschensöhne genannt, verloren. Du kennst die Geschichte, zumindest so, wie sie dir erzählt wurde. Was es zu jeder Zeit gegeben hat, waren Hüter des ursprünglich reinen Wissens. Eingeweihte, die dafür sorgten, dass dieses Wissen gelehrt und weitergegeben wurde und es gab Beobachter, die gezielt Wissen der Öffentlichkeit preis gegeben haben oder eben auch nicht.

Das Urweibliche ist die Natur selbst, eng verbunden mit Mama Gaia. Es ist jene Kraft, die Leben schenkt und Leben nimmt. Das Männliche gibt dem Ganzen die Form, eine Zielrichtung und den Schutz, den das Weibliche braucht um sich sicher zu fühlen und aus dieser Sicherheit heraus in ihrer vollen Kraft erblühen zu können. Aus diesem Grund ist das Weibliche in gewisser Hinsicht stärker als das Männliche. Wobei ich die Kategorisierung in stärker und schwächer nicht sonderlich mag. Denn beide Kräfte sind gleichwertig, aber eben niemals gleich. Das Geschenk der Frau an den Mann ist eben jene Verbindung zur Natur selbst. Sie bildet gewissermaßen eine Brücke, so dass der Mann wieder in der Lage ist sich mit seinen tiefen Gefühlen zu verbinden und diese wahrhaftig zu fühlen.

Das spirituelle Fundament wurde nicht aus purer männlicher Energie erschaffen. Kann es gar nicht. Die männliche Energie hat den Samen geschenkt, ihn mitten in den Schoß von Mama Gaia gesetzt, hat dem ganzen eine Form gegeben. Aber erschaffen werden konnte es nur aus der weiblichen Kraft, deren Fähigkeit es ist Leben zu gebären.

Das Urweibliche selbst die die schamanische Kraft. Der Ursprung eben jener reinen Lebenskraft, die im Kern in jedem Menschen innewohnt.

Ein jeder Mann, der das (Ur)Weibliche anerkennt und ehrt, in sich und damit in logischer Konsequenz im Außen, würde gar nicht erst auf so einen Gedanken kommen, dass das spirituelle Fundament aus purer männlicher Kraft erschaffen wurde. Er würde sich auch keine Gedanken über die Stellung der Frau in jenem Gebilde machen. Ihm wäre es klar, er würde es leben und sein. Er wäre in seiner Kraft oder zumindest auf dem Weg dahin diese mehr und mehr in sich zu integrieren.

Einem Mann, der das Weibliche in sich verankert hat, macht das Weibliche in Verkörperung einer Frau keine Angst mehr. Er lässt sie sein und noch viel mehr als das. Er schenkt ihr jenen Schutzraum, in dem sie sich sicher fühlt und sie schenkt im einen Raum, in dem er sich selbst fühlt.

So bildet sich die Einheit aus der Polarität heraus. Das eine bedingt das andere und ohne das andere wäre das eine nichts. In der Mitte beider Pole, am Kreuzungspunkt liegt die kreative Kraft, das Verlangen des Ursprungs von allem was ist.

Jessica Josiger

Ich bin
Eine Frau.
Tochter. Mutter. Freundin.
Eine Liebende.
Licht der neuen Zeit. Geboren aus dem Alten.
Eine von Zweien.
Teil des All-EINen. EIN-SAMen, der zum Licht strebt.
Seelenbegleiterin. Spirituelle Nomadin. Ewige Seele, die vor zeitloser Zeit beschlossen hat, sich in ihrer vollkommenen Schönheit und Ganzheit zu erfahren.
Und, ich bin ein Mensch. Der hinfällt und wieder aufsteht. Der neu laufen lernt. Frei, verantwortungsvoll, mein mir bestimmtes Leben lebend. Der lernt neu zu fühlen. Sich neu zu fühlen. Seine Gaben, Wünsche, Werte.

Mein Name ist Jessica Josiger. Nach menschlichen Etiketten bin ich Diplom Pädagogin, Traumafachberaterin, Schamanin, zertifizierte Onlineberaterin und Offizier. Spirituelle Nomadin ist meine eingetragene Marke. Gebürtig stamme ich aus dem Erzgebirge und lebe mit meinen beiden Kindern in Flensburg. Mir wird nachgesagt, dass ich mit meinen Worten Fragen beantworte. Ich liebe meinen Beruf und bin dankbar ihn in der Weise ausüben zu dürfen.

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2 Gedanken zu „Der Mond der Illusionen. Über die vermeintliche Stellung des Weiblichen in der Geschichte der Spiritualität.“

  1. Anita Shamananna

    Liebe Jessica, ich habe mir einige Blogs von dir durch gelesen. Es hat mich so zutiefst im Innersten beruehrt, das jetzt die Traenen fliessen, wie bei einem Wasserfall. Ich habe tiefste Traumas erlebt, Vergewaltigung, Folter einiges mehr. In diesem Leben und in anderen. Ich sehe dich als Hohepriesterin in Aegypten, wie mich auch. Wir haben es geschafft. Ich bin die Shamanin Urkraft, die ich schon immer fuehle in mir. Aus Angst mich nicht traute, sie zu leben. Ich hatte vor 4 Tagen meinen Initiatiinsritt, wie du es beschrieben hast. Herzensdank liebe Seelenschwester. Ich komme streckenweise noch nicht zurecht mit den Anhebungen, Schwingungserhoehungen. Ich freue mich sehr am Leben zu sein und das ich weiterhin nuetzlich sein darf auf Mutter Erde. Brueckenbauerin, Shamanin, Prozessbegleiterin, Wegebegleiterin, Botschafterin-Medium-Heilkanal. Ich wuensche mir, meinen Weg gefunden zu haben und zu leben.

    Herzlichst
    Anita

    1. Liebe Anita,
      wie schön, dass meine Worte dich so berühren. Jede Träne ist eine Träne zurück zu dir. Sie schenkt dir Heilung bringt Dinge in dir zum Fließen, die lange Zeit vertrocknet gewesen sind. Berührung auf solche Art schenkt viel Heilung und Frieden. Ja, wir haben überlebt, (ich sage sogar, dass ich lebe, das Überleben ist hinter mir) UND wir sind gesund. Denk immer daran! Das Trauma hat nur im Körper stattgefunden. Nirgends sonst. Falls du irgendwann mal Unterstützung brauchst bei den Anhebungen und Schwingungserhöhungen und den damit verbundenen Traumaschichten, die es dann unweigerlich ausspült aus deinem System, gib gern bescheid.
      Und wenn du den Blogbeitrag teilen magst, würd ich mich freuen.
      Ich wünsche dir gute Sicht auf deinem Weg.
      In Liebe,
      Jessica

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